Wie funktioniert die Fischtreppe?

Fliesswasserfische
Fliesswasserfische

Wanderzyklen der Fische

Ihr ganzes Leben lang ziehen die wandernden Fische im Laufe der verschiedenen Phasen ihres biologischen Zyklusses zwischen dem Meer und den Süßwasser-Läufen hin und her. So ziehen zum Beispiel Lachse, Seeforellen, Alsen (oder auch Maifische), Neunaugen oder Störe die Süßwasser-Läufe aufwärts um sich an ihren eignen Laichplätzen zu paaren und dort zu laichen. Junge Lachse zum Beispiel leben ein bis drei Jahre in Flüssen und schwimmen, wenn sie die Größe einer Sardine erreicht haben, ins Meer. Sie leben dann vor der grönländischen Küste bis sie ausgewachsen sind, und kehren anschließend ein bis drei Jahre später wieder in den Fluß zurück, in dem sie geboren sind, um sich zu vermehren.
 

Das Konzept der Fischtreppe ist einfach


Es geht darum, die wandernden Fische in einen künstlichen Wasserlauf zu locken, der von Flußabwärts aus das unüberwindbare hydraulische Bauwerk umgeht. Da es ein typisches Verhalten dieser Fische ist, immer gegen den Strom zu schwimmen, werden sie mit einer Abflußmenge von ungefähr 15 m³/s in die Einläufe zu den Fischtreppen gelockt. Dank dieser naturnahen Führung schwimmen die Lachse, Seeforellen und anderen Fischarten auf die Einläufe der Fischtreppen zu. In Gambsheim überwinden die Fische eine Höhe von ungefähr 11 m, indem sie aufeinanderfolgende Becken durchschwimmen, die durch Spalten miteinander verbunden sind. Nach Überwindung jeder kleinen Stufe kann der Fisch sich dann in dem darüber gelegenen Becken ausruhen.